Was ist das Euribor?
European Interbank Offered Rate, Euribor, ist der Zinssatz für Termingelder in Euro, die zwischen Banken gehandelt werden. Er hat den FIBOR (Frankfurt Interbank Offered Rate) als Referenzzinssatz bei Krediten und Anlageprodukten seit 30. Dezember 1998 ersetzt.
Täglich melden bis zu 57 Banken, darunter 11 deutsche Banken, Angebotssätze (Briefsätze) für Ein- bis Zwölfmonatsgelder um 11:00 Uhr Brüsseler Zeit an einen Informationsanbieter, der Durchschnittssätze ermittelt und auf Moneyline Telerate (früher Bridge Telerate Seite 248) veröffentlicht. Für die Zinsberechnung gilt die für Geldmarktgeschäfte übliche Methode actual/360.
Im Wirtschaftsteil der Tageszeitungen wird der EURIBOR täglich veröffentlicht. Der veröffentlichte Zinssatz ist einerseits für kurzfristige Kredite Verhandlungsbasis, andererseits auch für die Anlage von so genannten Festgeldern eine wichtige Information, um mit der Bank über die Höhe des Festgeldzinses sicher verhandeln zu können. Banken verleihen so genanntes Eurogeld für 1, 2, 3 bis 6 Monate zu EURIBOR plus Aufschlag (üblich sind zwischen 0,5 und 2 Prozentpunkte Aufschlag).
Der Wert des Euribor stellt die variable Art des Interesses fest, das die Bänke repariert, um eine Hypothek zu bewilligen.
Entwicklung des Euribor 2007 (12 monats)